Sonntag, 30. November 2014

~ Katerstimmung ~

Ach ja.. auch schon Tradition. Der erste Tag des Weihnachtsmarktes wird mit einer Nachbarschaftsfeier beendet. Warum hab ich aber auch - verdammt noch mal - so nette Nachbarn.

Trotzdem oder gerade deswegen hab ich mich die 12km durch den Rheinbogen gequält. Aber wenig Fotos gemacht. Es gibt wohl keine bessere Medizin, als nach einem verfeierten Abend die Hirnwindungen mit frischer Luft zu versorgen.

Aber deshalb wenig Text, ein paar Fotos vom Lauf und unserer jährlich irrsinnig aufwändigen Weihnachtsdeko. :-)





So hab ich aber trotz verkorkster Woche und Weihnachtsmarkt noch 25km in dieser Woche auf die Uhr bekommen. Noch 65 km bis zur 1.000.

Samstag, 29. November 2014

~ Wieder zu Hause ~

Ich muss selbst immer überlegen, wie ich so das Leben eines Handlungsreisenden empfinde. Bei mir ist es Teil des Berufs und so akzeptiere ich das. Ich sehe - mal häufiger mal seltener - andere Gegenden der Republik, früher auch mal andere Länder und ich sehe vornehmlich Büros und Hotels. Wenn ich dann wie diese Woche es nicht mit abendlichen Begegnungen schmücken kann, ist es einfach eben nur Büro und Hotel. Ich war jeden Abend gegen 20.00 Uhr im Bett und lag nachts stundenlang wach. Also, wer sich das Leben eines Handlungsreisenden so vorstellt, als dass man viel sieht und rumkommt, so kann ich sagen... niente... Wenn ich nicht fast überall meine Laufschuhe schnüren würde, dann sähe ich nix. Und: Zu Hause ist es doch immer am schönsten.

So hab ich gestern auch die Chance genutzt, zeitig von Passau aus die A3 zu erstürmen und war dann auch mittags daheim, um am Nachmittag im Home Office zu arbeiten. Das wieder gab mir die Gelegenheit, kurz nach 17.00 Uhr den letzten Rest vom Tageslicht für ein Läufchen zu erhaschen.

Am Rhein sind neben mir noch viele andere unterwegs. Die Fähre wird von den Feierabendlern erstürmt, die den Stau auf der vergammelten Brücke umgehen wollen. Viele sind mit ihren Hunden noch mal kurz raus und der ein oder andere vor sich hin blinkende Läufer begegnet mir.



Noch liegt kein Schiff hier vor Anker und ich liefere mir mit diesem Kahn einen Wettlauf. Ich schaff es, ihn auf den 2km einzuholen. Der arme Kerl muss sich den Rhein raufquälen.


Da es jetzt stockduster ist, verlasse ich die Rheinauen und betrachte mit Stirnlampe nochmals die vielen schönen Graffiti. Etwas verwackelt aber die Kerl muss mit aufn Blog.


Still sitzt der Bierbrauer auf seinem Fass. Mittlerweile kamerageschützt, da irgendwelche Deppen... ähm Kriminellen diese Streichhölzer geklaut haben. Ist halt ein wertvoller Werkstoff. Beides steht für die nicht mehr vorhandene Industrie des Ortes. Hier wurde mal Bier gebraucht und die Zündholzfabrik hat seinerzeit sehr bekannte Streichhölzer hergestellt. Natürlich alles nicht mehr vorhanden. Auf dem Brauereigelände stehen schon seit vielen Jahren Häuser aber das Gelände der Zündholzfabrik gibt es noch und wird - wenn alles gut klappt - zu einem Bürgerzentrum umgebaut.


Und damit bin ich schon auch dabei, was mich dieses Wochenende umtreibt. Das Bürgerzentrum wird durch eine Initiative von Vereinen vorangetrieben und in einem bin ich Mitglied und wir gestalten seit 11 Jahren am 1. Advent einen Weihnachtsmarkt im Ort. Habt Ihr mir alle beim letzten Post ein ruhiges Wochenende gewünscht... ähm. Nö... ich bin die Waffel, werde also (unvegane) Waffeln backen, Kakao rühren (und andere probieren lassen, weil ich Milch wirklich bäh finde) und wie die letzten Jahre hoffentlich viel Spaß haben. Ein Läufchen sollte noch am Sonntag drin sein und dann fängt auch schon wieder die Woche an. Erholung ist anders aber Spaß wirds sicherlich trotzdem machen, zumal das Wetter wirklich toll für einen Weihnachtsmarkt ist. Alle Gelder, die wir einnehmen, sind für Projekte im Ort bestimmt, gehen an die Tafel für Weihnachtspakete, zur Unterstützung an Vereine oder an bedürftige alte Menschen, um sich zu Weihnachten mal etwas besonderes zu Essen leisten zu können. Wenn man so sich engagieren kann und die Menschen, die das mitmachen, einfach nett sind - dann machts Laune. Wir lesen uns... schönen ersten Advent!

Freitag, 28. November 2014

~ Alles außer Plan ~

Komisch Woche.. das war eine komische Woche.

Ich war mal wieder als Handlungsreisende unterwegs. Ab in den Süden. Ich fahre gerne in den Süden. Das hat verschiedene Gründe. Die Kollegen sind dort ausgesprochen nett und es macht Spaß, dort zu arbeiten. Im Hotel bin ich Stammgast und man fühlt sich dann irgendwie heimischer und am Hotel dran ist ein Italiener, der ganz nette Pasta-Gerichte macht - so muss ich nicht weit fahren.

Das Beste aber ist, dass fussläufig von der Firma ein Biomarkt ist (privat geführt), der einen Mittagstisch anbietet. Ein Gericht davon ist immer vegan und so hab ich in den Fällen, in denen ich im Süden bin, mal ausnahmsweise eine "Kantine" für mich. Das ist großartig.

Dieses mal hatte ich aber geplant keine Zeit für Treffen mit Lauf-/Bloggerfreunden, was ich doch immer gerne tue. Den Ankunftsabend wollte ich nicht verplanen, da ich weiß, dass ich dann immer ziemlich kaputt bin. Den zweiten Abend war ich mit einem Kollegen verplant und am 3. Abend war ich schon weiter auf meiner Tour noch weiter südlich und dort mit einem Kunden zu Abend verabredet.

Laufen ging dann noch am ersten Abend. 6km durch den Ort und es gibt nur ein Foto davon


Gabriele hatte dann die großartige Idee, wenn ich doch abends nicht kann, dass wir morgens gemeinsam laufen. Darüber freute ich mich riesig, auch wenn ihr Mann sie für verrückt erklärte.

Dann ging die Planlosigkeit los. Der Kollege sagte ganz kurzfristig unsere Verabredung ab, worüber ich schon recht verärgert war - hätte ich das doch dann gerne anders verplant. In der Nacht überkam mich dann Schlaflosigkeit und leichte Übelkeit und ich sagte Gabriele nachts um 3 unseren Lauf ab - ging nicht anders.

Tagsüber wars dann besser, ich aber natürlich müde.

Dafür durfte ich dann gestern Abend ungeplant den Passauer Weihnachtsmarkt besichtigen, der wirklich hübschst in diesem malerischen Ort liegt.

Nun sitze ich noch hier im Hotel in Passau, werde mich gleich auf die Heimfahrt begeben und bin bisher nur 6km in dieser Woche gelaufen. Da muss aber noch was kommen. Das war irgendwie eine komische versemmelte Woche... und ich bin froh, heute wieder bei meinem Besten zu Hause und im eigenen Bett schlafen zu können.

Sonntag, 23. November 2014

~ Im Land der Eulengreifvögel ~

Noch nie gehört? Ich auch nicht aber wir haben einen gesehen.

Das Wetter ist ein (Läufer)Traum und die Sonnenaufgänge sind eine so hohe Kunst der Natur. Da musste der arme Laufnachbar quasi direkt nach dem Aufwachen (heute überwacht man die Schlafgewohnheiten der Mitbevölkerung ja über die Aktivitäten bei Whatsapp) in seine Laufschluffen steigen, weil ich unbedingt, unbedingt zum Sonnenaufgang unterwegs sein wollte.

Und zwar wollte ich die Strecke im Bergischen Land, die wir im August schon mal gelaufen sind, noch mal ablaufen. Stellte ich mir im Herbst so malerisch vor und wurde nicht enttäuscht.

Der Fischreiher hat uns begrüßt, ein Reh den (steilen) Weg gekreuzt und eine Eule uns überflogen (wobei mein Nachbar der Meinung war, es sei ein Greifvogel gewesen - das alles auf dem ersten Kilometer. Da ich so gute Laune hatte, wollte ich mich mit dem Nachbarn nicht über die Vogelarten streiten... ist es halt ein Eulengreifvogel.

Ich könnt unendlich viel dazu schreiben - dass wir den Berg, bei dem ich im August noch stehen bleiben musste - komplett hoch gelaufen bin. Dass wir beide die Strecke gesamt besser verkraftet haben, dass wir ständig Ohhh und Ahh riefen, weil es so schön war. Ausnahmsweise gibts keine Fotos bei mir sondern mal einen Film. Nur ein Test und sicher kein Dauerzustand... aber man muss ja alles mal ausprobiert haben.

Es waren gut 15km bei schönstem Wetter... es war so schön!


Und was ich gestern so getrieben hab und welches Ergebnis es heute im Café gibt, seht Ihr am Foto und könnt Ihr hier nachlesen: Klick

Maronen-Vanille-Torte...

... oder Desaster mit Happy End in der Café-Küche.

Für den heutigen Sonntag wollte ich mal eine Torte fürs Café backen. Da Geduld und Torten eine in sich schlüssige Kombination ist, mir aber für Geduld die Geduld nicht reicht, ist das so ein gefährliches Unterfangen.

Und es fängt also dann eben schon so an, dass ich für die Maronencréme die falschen Maronen kaufe. Das ist insofern ärgerlich, als dass Maronen zu den teuren Lebensmitteln gehören. Die gekauften waren zwar billiger als die, die ich sonst aus dem Biomarkt hab aber eben auch Mist - richtiger Mist. Die Creme schmecke fies und wurde dann mal direkt in die Tonne entsorgt.

Derweil merkte ich, dass ich beim Backen des Bodens 2 TL Backpulver vergessen hatte, was sich natürlich am Aufgehen des Bodens bemerkbar machte. Also noch mal neu gerührt und gebacken. Und als der fertig war, dann in den Bioladen gefahren und die guten und gewohnten Maronen gekauft. Nicht, dass Ihr meint, ich wäre für die anderen zu geizig gewesen aber ich hielt es für wirtschaftlicher, auf dem Weg Maronen zu kaufen als 30km extra das Auto zu bewegen... nun, das ist eben in Griff in die Tonne gewesen.

Beim Aufeinanderlegen des Kuchens dann die Unterseite falsch rum eingesetzt, so dass die Marmelade keine Chance hatte, auf dem Boden zu bleiben und direkt mal auslief.

Die neu angerührte und für gut befundene Creme drauf gemacht - natürlich brach beim 2. Boden auflegen noch was ab... hätt ja auch gut gehen können. Den Zuckerguss unordentlich, wie ich nun mal bin, verteilt.

Sehr skeptisch war ich, als ich das Ergebnis heute testete und was muss ich sagen.. .leider geil. Das Rezept gibts hier: Klick


Donnerstag, 20. November 2014

~ Angsthasen unterwegs ~

Da ziehen sie los, die zwei Helden des Morgens. Mit Stirnlampe bewaffnet stürzen sie sich todesmutig ins Feld. Der fahle Lichtstrahl reicht aus, um die Wege zu beleuchten.

Wer auch immer dieses Warndreieck aufgestellt hat, war ein schlauer Mensch. Ohne die Warnung hätten wir möglicherweise an diesem dunklen Morgen unangenehme Begegnungen mit dem Bagger gemacht.

Angst? Wir doch nicht. Es ist dunkel aber wir fürchten uns nicht... noch nicht.


Nach 3km diese kleine Siedlung. Ein Schloss, ein Neubau mit prominentem Fußballerinhalt und zu dem Hof noch ein altes 6-Parteien-Haus. Davor ein paar Lampen. Kurze Erleuchtung, kann man so sagen. Noch sind wir fröhlich, fotografieren die Lampen und fühlen uns gut.


Und dann kommt das kleine Waldstück. Auf einmal Stille zwischen den Läufern... bis dann einer sagt: "Ist Dir auch so unheimlich?" "Ja mir auch." Bloß jetzt nicht reinsteigern. Trotz Stirnlampe sieht man nichts. Der Wald und der Weg dadurch schließen uns ein und wir vermuten hinter jedem Baum den potentiellen.. was auch immer.

Puh... da sind Autos zu sehen und der kleine Weiler ist auch ein wenig beleuchtet. Der helle Himmel hinter dem Bauernhof zeigt, dass wir nicht weit der Industrieanlagen laufen - aber trotzdem stockduster. Nur die Blinkelämpchen der beiden Hunde samt Herrchen leuchten im Feld.


Als der Uhu dann Laut gibt, als wir zwischen den Seen, die schwarz in der Dunkelheit vor uns liegen, laufen, erschrecken wir wieder kurz und laufen trotzdem todesmutig am See vorbei. Malen uns aus, wann das Monster von Loch Ness aus unserem See aufsteigt. Überspringen noch ein paar Pfützen auf dem Feldweg, bis wir dann wieder festen Grund unter den Füßen und Licht über den Häuptern haben.

Ja, so war das und schlussendlich haben wir uns nach 7km wie Helden gefühlt. Helden der Nacht.

Dienstag, 18. November 2014

~ Alles neu macht der Mai... ähm November ~

Heute mal ein paar Zeilen abseits des Laufens und ohne Fotos und mit kleinem privaten Einblick.

Mein Sternzeichen ist Wassermann. Ich weiß selbst so gar nicht, ob man dem glauben soll, dass man Charaktereigenschaften entwickelt, weil man in einem bestimmten Monat geboren ist aber es gibt eben doch vieles, was man dem Wassermann nachsagt und auf mich zutrifft.

Eines davon ist es, die Liebe dazu, Neues zu entdecken. Wenn alle im Büro aufstöhnen, weil es ein neues IT-Programm gibt oder eine EDV-Umstellung, dann jubel ich innerlich vor mich hin. Selbst mit dem Wissen, dass das problematisch sein kann. Eine Veränderung - z.B. ins vegane Leben - packe ich mit Begeisterung an und bin fast schon enttäuscht, wenn der Zauber des Neuen weg ist.

Ich liebe es, neue Menschen kennen zu lernen, was mich manchmal an den Rand der Kapazitäten bringt, da ich es ebenfalls liebe, meine beständigen Freunde zu sehen und zu pflegen. Mein Freundeskreis besteht aus extrem unterschiedlichen Menschen und das finde ich klasse. Ich mag mich nicht in eine Schublade packen lassen, dabei empfinde ich mich selbst von Außen betrachtet als eher "normal", um nicht zu sagen "langweilig". Ich trage keine flippigen Klamotten, ich lebe schon ewig lang in einer Beziehung, ich besitze eine Eigentumswohnung, ich lebe kein ausschweifendes Leben, ich bin meinen Arbeitgebern treu. Und trotzdem ist mein Leben immer reich an Abwechslung und Neuem und das brauche und liebe ich - genau wie irgendwie das Gefühl von Freiheit, wie man das immer auch sehen kann.

Das soll genug des kleinen Einblicks sein. Wassermänner mögen nämlich auch ihre Privatsphäre und schaffen es, wild einen Blog zu schreiben und trotzdem nichts zu sagen (oder ist das die Rheinlänerin in mir... keine Ahnung).

Warum schreib ich das? Das, was hier steht, passt nicht zu einigen Dingen, die sich in meinem Leben etabliert haben und deswegen kam mir das Programm von Katrin und Daniel sehr recht. Bevegungsprogramm heißt es und soll helfen, Gewohnheiten abzulegen bzw. sich neue Gewohnheiten anzueignen.

Als die Frage gestellt wurde, "was ist die erste Gewohnheit, die Du ändern möchtest", war mir klar, dass ich wieder mehr lesen möchte. Und zwar nicht, das Lesen im Netz (das mach ich wahrscheinlich mehr als gesund ist) sondern das Lesen von Büchern.

Als Kind war ich eine Bücherratte, hab mich in den Geschichten verkrochen und Bücher verschlungen bzw. eingeatmet. Heute lese ich nur noch im Urlaub, dann wieder mit viel Genuss, oder im Sommer auf dem Balkon. Ich will täglich lesen bzw. das Lesen in meinen Alltag integrieren. Was mich davon abgebracht hat, weiß ich. Ich kann mich abends oft nicht mehr konzentrieren bzw. meine Gedanken schweifen immer auf das ab, was mir tagsüber passiert ist.

Aber ich nehme mir vor, das zu ändern. Täglich 30 Minuten lesen (gerne auch mehr). Und wenn ich merke, dass die Konzentration nachlässt, die Seite noch mal lesen und zwar langsam.

Mit Schnelligkeit und Langsamkeit hab ich nämlich auch so ein Problem. Alles muss immer schnellschnell gehen. Gerne Essen, im Netz schauen, Fernseh schauen und noch mit dem Partner sprechen gleichzeitig. Super! Dass das ungesund und doof ist, weiß ich selbst ja auch.

Also starte ich - unterstützt mit der Motivation des Bevegungsprogramms - mich umzupolen, neue Gewohnheiten anzueignen, so wie es eigentlich meiner Natur und der des Wassermanns entspricht.

Wenn ich mir die Vorschläge aus dem Programm von Katrin und Daniel anschaue, dann gibt es viele Dinge, die ich schon tue. Wie z.B. gesund Essen, regelmässig Sport treiben, wenig Fertigprodukte konsumieren, Vollkornprodukte essen usw. usw... das ist heute für mich selbstverständlich geworden. Aber genau darum geht es: Dinge so lange zu tun, bis sie selbstverständlich geworden sind. Und da hätt ich noch ein paar mehr Wünsche. Neben dem Lesen würde ich gerne regelmäßig Stabi-Übungen machen, die Wohnung von unnötigen Dingen befreien (auch den Keller uahhh), mal für eine Weile komplett auf Industriezucker verzichten. Usw. usw...

Und - wenn ich so meine Charakterzüge beschrieben hab - dann könnt Ihr Euch vorstellen, dass ich Spaß habe, sobald ich es einmal angegangen bin.

Dass Katrin und Daniel sich auch vegan ernähren und Laufen, ist zwar kein Zufall (so bin ich auf sie aufmerksam geworden) aber das steht nicht im Vordergrund. Die Beiden sind mir so sympathisch, weil sie eben nicht missionieren (Achtung Freiheit) und gerne unterstütze ich sie mit der Teilnahme an dem Projekt bei ihrer Selbstständigkeit und ihrem Vorhaben und find es toll, das mit anzusehen.

Also.. vielleicht berichte ich ja zwischendurch mal von neuen Projekten. Vom Erfolg oder von Mißerfolgen. Aber vielleicht auch nicht... ich bin ja Wassermann!

Wassermann - kopiert von der Seite www.natune.net


Positive Eigenschaften
  • Prinzipientreu
  • Tolerant
  • Unabhängig
  • Feinfühlig
  • Gutmütig
  • Tiefgründig
Negative Eigenschaften
  • Verschlossen
  • Rebellisch
  • Flatterhaft
Und was würdet Ihr gerne ändern?

Samstag, 15. November 2014

~ Der tut nix ~

Was es mit diesem Blogtitel auf sich hat, ist wohl jedem Läufer klar.

Aber vor dem Ärger kommt das Vergnügen. Das sich meine Achilles-Sehne in dieser Woche sehr gnädig zeigt und auch die im Oktober so stark beleidigten Oberschenkelmuskeln sich wieder erholt haben, möchte ich die 12km überschreiten.

Es regnet als ich aufstehe - also wirklich herbstlich.

Aber als wir am See sind, zeigt sich die aufgehende Sonne in dem schönsten Licht - ist es nicht wunderschön?


Das Gras ist noch grün, die Bäume bunt.. aber es ist ja Herbst, wissen wir schon, oder?


Wir überlaufen die Autobahn, das ist ca. 10 Minuten nach dem Bild am See und von Sonne so gut wie nichts mehr zu sehen.


Herbst? Herbst! Und es tut nix weh, das ist noch besser... laufen, einfach laufen.



Und etwas nach diesem Waldstück auf offenem Feld, da läuft dieser große Berner Sennen Hund aufgeregt auf uns zu und beeindruckt uns mit seiner sonorem Stimme. Die Inhaberin ruft und die Erziehung klappt erfolgreich.... nicht. Sie ruft uns zu "der tut nix" während mein Laufnachbar ihn mit einem Wasserstrahl aus dem Trinkbehältnis auf Abstand hält. Wahrscheinlich tut er wirklich nix aber er hört nicht auf zu bellen und wir stehen einfach rum, bis sie kommt und ihn auf Seite zieht. Ob sich der Hund das "Wenn Du das noch einmal machst, Freundchen..."  zu Herzen nimmt, wag ich zu bezweifeln.

Am Rhein angekommen sehen wir diese Schiffskombi. Einmal ein Lastschiff mit Schrott und daneben einunfertige Kreuzfahrtschiff, das mitgeschleppt wird. Irgendwas gibts immer zu sehen auf dem Rhein. Viel Schiffsverkehr heute.


Mein Laufnachbar hört ausnahmsweise mal früher auf (der war nicht wirklich fit) als ich und ich drehe noch eine kleine Runde alleine in den Rheinauen. Bei 13,5 ist die Tour zu Ende, heute wären von Muskeln & Co. ausgehend auch noch mehr drin gewesen.

Wäre klasse, wenn das so anhält. Dann schaffe ich die 1.000 Kilometer noch in diesem Jahr und das, obwohl ich verletzungsbedingt erst im April angefangen hab. Drückt mir die Daumen.

Donnerstag, 13. November 2014

~ Ich sehe was, was Du nicht siehst! ~

Wie Volker hier auf seinem Blog beschreibt, gehört auch für mich das Fotografieren zum Laufen dazu.

Dass das im Winter in der Dunkelheit nicht so wirklich funktioniert, konnte ich Dienstag feststellen - will mal sagen: Ich hab kein Foto für Euch.

Dafür war es aber Premiere. Premiere gemeinsam mit meinem Laufnachbarn und Stirnlampe durch Gefilde zu laufen, die ich mich in allen den Jahren allein nicht getraut hab. Bin ich ansonsten die Straßen im Winter kreuz und quer gelaufen, öffnen sich jetzt neue Horizonte.

Aber auch wenn mein Smartphone keine Fotos in Dunkelheit machen kann (oder eher schlecht), so sehe ich zumindest was, auch wenn Ihr es nicht seht.

Trotzdem hab ich es heute noch mal versucht und mit der Einstellung HDR klappt es besser. Vielleicht muss ich auch mal ein paar Apps probieren, an denen man mehr einstellen kann.

Der Weg führt uns zum Rhein - Naturschutzgebiet und Campen dürfen wir hier heute auch nicht. OK, laufen wir halt weiter.


Jede Nacht liegen bei uns Schiffe vor Anker und ruhen sich aus - kann ich verstehen, ist ja auch schön hier. Ihr seht Licht inmitten von nix - ich sah den großen Baum, der sich am Rheinufer absetzte, darüber der abnehmende Mond und eben dieses Schiff, das auf dem schwarzen Band des Flusses liegt.


Wir schalten Stirnlampen ein und aus, weil der wenige Nebel, der über den Wegen liegt, die Sicht mit der Stirnlampe trübt - aber dafür strahlt das Licht am Schiff besser aus.


Und immer wieder die reflektierenden Schilder... von hier aus gehts überall hin... alle Wegen führen nach Rom.


Die Graffitis an der Hauptstraße, die wir zurück lang laufen, sehen angestrahlt mit der Stirnlampe besonders schön aus, da braucht es keinen Fotoeffekt mehr.


Selbst der düster dreinblickende Kerl sieht angestrahlt doch putzig aus.


Dass ich hier lieber rechts anstatt links abbiegen würde, ist jedem wohl klar, oder?


Und am Wochenende gibts wieder nen Lauf im Hellen aber so im Dunklen durch Feld, Wald und Wiesen hat wirklich was. Es ist toll, dass ich/wir jetzt nicht nur auf den Ort beschränkt sind.

Sonntag, 9. November 2014

~ Erst singt sie, dann backt sie, dann läuft sie ~

Wie schon im Mai fand auch gestern wieder bei uns im Ort "Singen mit Frau Höpker" statt und ich hatte Thekendienst. Auch wenn man meinen könnte, dass einem nach so einer Messe der Sinn nicht danach steht, freute ich mich schon und es wurde mal wieder ein schöner Abend. OK, das Stehen und Laufen war jetzt nicht zuträglich. Auch das Singen war jetzt nicht gut für meine Stimme. Aber Hauptsache Spaß, oder?

Auch der freie Tag muss ein wenig organisiert werden, ist doch wieder Kuchen für das LaLeLi angesagt. Kürbis-Hefe-Zimt-Schnecken von letzter Woche werden wiederholt. Also erstmal Hefeteig ansetzen und dann hab ich ein Zeitfenster von 1,5 Stunden für meinen Sonntagslauf.

Als ich dann aufbreche, meckerte aber auch jeder Muskel und jede Sehne. Das, was ich allerdings als angenehm empfinde, ist das Laufen in den Laufschuhen mit Einlagen, das ist wie eine Massage der malträtierten Füße.

Am Rhein angekommen sehe ich, dass die Pappeln in scheinbar exhibitionistischer Art schon ihr ganzes Kleid von sich geschmissen haben und nackisch da stehen. Sind andere Bäume fast noch grün ist hier schon alles runtergefegt und von fleissigen Händen schon zusammengetragen worden.


 Wiederum andere zeigen sich herbstlich bunt, was wirklich sehr hübsch ist.


Ich laufe durch den Nachbarort, deren altes Pfarrhaus immer so nett daher kommt.


Das kleine mir zur Verfügung stehende Miniwäldchen wird durchlaufen - wie schön, die Füße durchs Laub rascheln zu lassen.



Ein wenig ernüchternd ist mal wieder dieser Anblick - was soll man dazu sagen. Traurig, traurig.


Aber die Laune lass ich mir nicht verbergen und bestaune diesen Berg von zusammengefegtem Laub. Da hoff ich aber mal, dass es keinen Sturm gibt.



Nach 10km bin ich daheim, recht pünktlich, um den wunderbar vor sich hingegangenen Hefeteig weiter zu verarbeiten.

Jetzt kann ich entspannt den Rest des Tages auf mich wirken lassen, noch etwas die Füße hoch legen, um morgen die Messenachbereitung zu starten und vor allen Dingen die ganze Woche wieder sitzend zu verbringen.

Ach ja.. und fertig sind die Kürbis-Hefe-Zimt-Schnecken. :-)

Samstag, 8. November 2014

~ Gefangen im Zeit-Raum-Messe-Wurmloch ~

Every year the same procedure... die Hauptjahresmesse steht an.

Das Leben wird in die Zeit vor und die Zeit nach der Messe eingeteilt und während der Messe ist man raus. Raus aus dem normalen Leben. Wie ist das Wetter? Keine Ahnung... wäre nur schön, wenn es auf dem Hin- und Rückweg nicht regnet. Alles andere interessiert nicht.

Bahnstreik? Ja.. wir merken es am Verkehr aber ansonsten keine Ahnung, man hat noch nicht mal Zeit, Nachrichten zu lesen oder zu schauen.

Kommunikation mit den Liebsten? Auf ein Minimum runtergeschraubt. Ein kurzes "Guten Morgen" oder "Gute Nacht" per Telefon oder manchmal auch nur per Mail oder SMS muss reichen.

Ich mag Messen, ich hab Freude am direkten Kontakt mit Kunden weit weg von den vielen administrativen Dingen, die ich ansonsten machen muss. Und trotzdem ist es extrem anstrengend. Die Lautstärke in Messehallen, in denen auch Maschinen laufen, ist hoch und ich muss mit meiner zarten Stimme übertönen. Die vielen (interessanten) Gespräche aber auch der Stress, wenn man mehrere Kunden gleichzeitig betreuen möchte. Und die fehlende Zeit für einen selbst.

Außer in der Nacht (zumindest bei mir ist das so;-)) ist man nie allein. Man trifft die Kollegen schon beim Frühstück, quält sich gemeinsam durch den Stau (Frankfurt ist echt gruselig, was den Verkehr angeht), spricht den ganzen Tag mit Kunden und Geschäftspartnern, fährt gemeinsam ins Hotel, um dann direkt wieder zum Abendessen, der Einladung etc. aufzubrechen.

Danach falle ich nur noch "tot" ins Bett. Wenn man dann noch so ein schlafempfindliches Wesen ist, wie ich, dann kann es passieren, dass um 3.00 Uhr die Nacht schon zu Ende ist und dann wirds richtig anstrengend.

Ich gehöre nicht zu denjenigen, die Messe als "Endlich-von-zu-Hause-weg-jetzt-kann-ich-auf-die-Kacke-hauen" nutzen. Und trotzdem komme ich immer zu spät ins Bett.

Um so schöner, wenn man trotzdem die Zeit findet oder sich nimmt, um zu einem Läufchen aufzubrechen. Das tat ich gemeinsam mit einem Kollegen - wir waren um 6.00 Uhr früh verabredet. Als ich nach einer viel zu kurzen Nacht um 5.45 Uhr in den Spiegel blicke, erschrecke ich ob der fremden Person da in meinem Bad. Dieses Gesicht soll ich einem Kollegen zeigen? Ich entschließe mich zur Strategie, recht früh Draußen zu sein, um mich ins Dunkle zu stellen. Mein Kollege macht mir nen Strich durch die Rechnung. Er ist früher da.

Ich senke das Haupt und beschäftige mich mit Smartphone und Garmin... er ist so nett, keinen Kommentar von sich zu geben. So schlurfen wir durch ein paar Baustellen bis zum Main - eine Strecke, die ich vor 2 Jahren schon gelaufen war, was sich als gut rausstellte, da ich die Eisenbahnbrücke kannte, von der mein Kollege nicht glauben wollte, dass man da rüber laufen kann.

Als Foto gibt es nur das hier von der Skyline


Natürlich hab ich nicht viel von Frankfurt gesehen (außer Stau, Stau und... Stau) aber das Mainufer eignet sich wirklich hervorragend für Läufe im Dunkeln und sicherlich auch im Hellen. Die vielen Brücken, die den Main überbrücken und schön erleuchtet sind. Das toll ausgebaute Mainufer, die netten Locations, die man erahnen kann, die Kreuzfahrtschiffe, die sich zum Frühstück rüsteten.

Es war wirklich schön anzusehen und gab Kraft für den Tag.

Nach einer kräftigen Dusche und einer Ladung Kosmetik konnte ich mich dann auch wieder unters Volk mischen. Es waren auf jeden Fall 9 schöne Kilometer in Frankfurt.

Jede der Fahrten von der Messe zum Stadtteil Sachsenhausen hätte ich zu Fuß (ohne zu Laufen) schneller geschafft. Highlight waren von einem Kollegen 2 Stunden für 6km. Der Bahnstreik tat sicherlich seines noch dazu.

Dass wir in Sachsenhausen nächtigten war für die abendlichen Unternehmungen ganz gut. Wir sind alles zu Fuß gelaufen, so dass ich an zwei Abenden frühzeitig ins Hotel verschwinden und die feierlaunigen Kollegen ihrem Spaß überlassen konnte.

Noch eine Bemerkung: Einen Abend verbrachten wir in so einer Apfelwein-Kneipe. Harte Tobak für eine Veganerin. Ich bin echt nicht empfindlich aber wenn sich die Kollegen ne Schlachtplatte bestellen, dann wird es mir doch leicht blümerant. Aber zum Glück hatten die gute Bratkartoffeln, das hat mir den Abend gerettet.

So viel zu Frankfurt... Stau, Stau, Stau... :-)

Dienstag, 4. November 2014

~ Ich habs ja so gewollt ~

Wer abends am Fernseher früh einschläft, ist auch früh wach. So richtig komm ich nicht in den Wintermodus rein.

3.00 Uhr hieß das für mich. Bis kurz vor 4.00 hab ich mich gezwungen, im Bett zu bleiben. Aber dann gehts auf - ich hab noch viel zu tun. Die Wäsche muss gebügelt, der Koffer gepackt und der Lauf gelaufen werden. Es regnet schon die ganze Nacht, Rainer hat mir das aus Trier geschickt. :-)

Also Cap auf, Stirnlampe drauf, regenschützende Jacke an und ab in die Dunkelheit. Zum ersten mal abseits das NightRun nutze ich die Stirnlampe. Für die wenigen sehr dunklen Passagen ist es nützlich ansonsten sehe ich es eher als Schutz, nämlich um gesehen zu werden. Das Blinkearmbändchen noch zusätzlich an.

Ungewohnt ist, dass in der Dunkelheit die Nummernschilder der Autos und die Verkehrszeichen reflektieren.

Die Pfützen seh ich nicht besser, kein Wunder, schirmt doch der Schirm der Mütze nicht nur den Regen sondern auch das Licht ab.

Jetzt gehts für 4 Tage nach Frankfurt, Messe - immer wieder schön, immer wieder anstrengend. Ich hoffe, dass ich einen morgendlichen Lauf durch Frankfurt schaffe und mir meine Stimme (das ist meine Sollbruchstelle) bis Freitag Abend erhalten bleibt.

Habt schöne Herbstläufe.. bis dahin!

Sonntag, 2. November 2014

Kürbis-Hefe-Zimtschnecken mit Ahornsirup-Topping

Ich liebe Zimtschnecken - gerade in den USA gibt es Cinnamon Buns an jeder Ecke aber die sind meist nicht vegan. So hab ich im kürzlich erlebten Urlaub nicht ein einziges dieser Teile gegessen.

Kürzlich bei Facebook stolperte ich dann über dieses Rezept: Klick

Wenn ich ein wenig Zeit hab (also heute) sollten es die fürs LaLeLi sein. Das Rezept hab ich leicht abgeändert - und vor allen Dingen mit Grammangaben versehen.

Teig:
  • 2/3 kleiner Hokkaido-Kürbis
  • 220ml Sojamilch
  • 110g brauner Zucker
  • 90g Margarine
  • 1 Prise Salz
  • 1 Pk. Trockenhefe
  • 500g (ja.. Gramm stimmt hier) Weizenmehl
Füllung:
  • 160g brauner Zucker
  • 2 TL Zimt
  • 1/3 TL Muskatnuss
 Zuckerguss:
  • 60g Puderzucker
  • 3 EL Ahornsirup (evtl. noch etwas Wasser)
Zubereitung:

Den Kürbis in kleine Würfel schneiden und 10 Minuten in etwas Wasser weich kochen. Anschließend stampfen. Wir benötigen für die Zubereitung 240ml Kürbispurree. Das Ganze mit Zucker, Sojamilch, Margarine und Salz in einem kleinen Topf kurz erwärmen und zu einer homogenen Masse rühren. Muss nicht kochen, reicht einfach, wenn die Margarine und der Zucker geschmolzen und alles fein untergerührt ist.

Die Trockenhefe mit dem Mehl mischen. Jetzt ungefähr 2/3 der Kürbis-Zucker-Fettmasse ins Mehl geben und auf niedriger Stufe 5 Minuten mit der Küchenmaschine kneten. Sollte der Teig zu fest sein, etwas mehr von der Masse dazu tun. Achtung... 4EL benötigen wir später noch.

Den Teig an einem warmen Ort (z.B. Backofen mit eingeschalteter Lampe) 1,5 Stunden zugedeckt
gehen lassen. Der Teig ist dann mehr als verdoppelt. Jetzt auf einer bemehlten Arbeitsfläche kräftig durchkneten und noch mal 10 Minuten unter einem Handtuch gehen lassen.

Jetzt Zucker, Zimt, Muskatnuss mischen und mit 4 EL der Kürbis-Zucker-Fett-Masse zusammen rühren, so dass eine schöne zu verstreichende Masse entsteht.

Den Teig auf einer Fläche von ca. 50 x 30cm ausrollen und mit der Masse bestreichen. Von der langen Seite her eine Wurst formen und dann mit einem scharfen Messer ca. 15 Schnecken schneiden und mit der flachen Seite in eine gefettete Auflaufform geben (ca. 18x30cm).

Bei 190° ca. 25 Minuten im Backofen backen, bis sie leicht gebräunt sind. Ausreichend abkühlen lassen.

Den Puderzucker mit dem Ahornsirup und ggfls. etwas Wasser mischen und als Topping auf die Schnecken geben. Sie sind sehr saftig und sehr lecker. Yummy! Leider muss ich sie komplett gleich im Café lassen. Eine hab ich vorab gekostet. Dabei muss es bleiben.

Samstag, 1. November 2014

~ Vorsätze ... ~

... sind doch einzig und allein dazu da, dass man sich nicht an sie hält, oder?

Mein Vorsatz, 2 Wochen nicht zu laufen, ist auf jeden Fall gebrochen. Aber es gab auch zwingende Gründe.

Gestern mit Hechta Schmitz in Köln aus gewesen und der Zeitmangel ließ es nicht zu, dass ich mein Auto erst zu Hause parkte. Da aber das Auto laufend abholen eine wirklich schöne Aktion ist, war ich auch nicht sonderlich traurig.

Bei der Heimfahrt per Bahn diese Nacht durfte ich dann ganz viele Halloween-Feiernde mit tollem Geschminke bewundern. Die meisten von denen gingen gerade erst zum Feiern los, während ich schon die Heimfahrt antrat.

So lief ich heute in den Herbstmorgen bei schönstem Sonnenschein rein. Wäre ich eine erwachsene Läuferin, könnte ich die gesamte Strecke von 20km zum Auto laufen - kann ich nicht, also muss ich das in Etappen mit Laufen, Bahn, Laufen machen. 6km sind es bis zur S-Bahn-Station, ich musste mich ein klein wenig sputen, um die Bahn zu bekommen und nicht 30 Minuten warten zu müssen. Die Gräten fühlten sich ganz gut an. Das letzte Wochenende wohl gut weggesteckt.


Warum gibt es im Herbst eigentlich noch Raps? Fürs Foto zwar schön aber ansonsten doch eher selten.


Das kleine Waldstück, das ich nicht durchlaufe aber streife, liegt voller Herbstlauf. Ich finds schön.


Nach 6km erreiche ich die Bahn - pünktlich. Die zwei Jungs, die sich lautstark unterhalten, stören mich ein wenig in meinem herbstlichen Frieden. "Ey Alda... ey halt die Fresse, Du F...e... ey Alda" - hörte ich und schaute mehrfach hin, ob die sich einen Spaß daraus machen aber ich fürchte, die unterhalten sich wirklich immer so - ich dachte, bei diversen Comedians wäre das überzogen. Ist es leider nicht, die Realität ist hart - und das am frühen Morgen ohne Frühstück.

Ursprünglich wollte ich bis zum Hbf fahren, überlege mir aber in Deutz, das es doch viel schicker ist, über den Rhein zu laufen als zu fahren. Der Klassiker der Köln-Fotos - auch von mir schon dreistellig häufig geschossen aber immer wieder schön.


Auf der Domplatte, die sonst immer überlaufen ist, kann man mal ungestört das Dom-Hotel betrachten.


Ich laufe durch Hohe Straße und Schildergasse, den Haupteinkaufsstraßen von Köln, auch sie ungewöhnlich leer.


Auf dem herbstlichen Neumarkt wird die Weihnachtsbeleuchtung angebracht - ja, bald ist es soweit und die Weihnachtsmärkte ziehen wieder Massen von Touristen in die Domstadt. Waren es früher reine Glühweinbuden-Fressmärkte finde ich sie heute durchaus hübsch gestaltet. Ein Besuch lohnt sich.


Ich umlaufe mit Absicht das Bermuda-Dreieck rund um den Zülpicher Platz - hab ich doch keine Lust, rund um Bierflaschen, Restdöner und Erbrochenem zu jonglieren. Trotzdem ist die Halloween-Nacht überall noch zu erkennen.



Beim Signor Verde lauf ich vorbei - ich wusste es, drum bin ich nicht enttäuscht, dass noch geschlossen ist. Aber ein kleine Frühstück hätt ich schon genommen. Naja.. weiter laufen, iss nicht mehr weit.


Diesen schönen Herbstbaum vor dem blauen Himmel darf ich noch genießen und dann bin ich nach 5km auch schon am Auto. Gesamt dann 11km - soviel zum Vorsatz, nicht laufen zu wollen. Vorsätze nicht einhalten muss nicht zwingend schlecht sein.